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ICH BIN
TOM HOFMANN


Meine Bilder sind das Ergebnis spannender Momente mit Menschen, Situationen und Orten.

Mein fotografischer Werdegang begann sehr früh im Teenager-Alter.
Ich durfte ab und zu die nagelneue Canon FTb meines Vaters und seine Wechselobjektive benutzen (die damalige „Holy Trinity“ von 35, 50 und 135mm) und danach dauerhaft seine alte Voigtländer Vito B. Meine erste eigene Kamera war dann die legendäre Canon AE-1. Alle drei Kameras besitze ich noch heute. Damit machte ich in den frühen 80er Jahren meine ersten Erfahrungen. Schon damals waren „Street“, Reisen, Porträt und Landschaft meine bevorzugten Motive. Ich hatte eine Dunkelkammer für s/w-Fotos und fotografierte parallel Farbdias (meist Kodachrome und Ektachrome).

Während meines Studiums machte ich eine Pause mit der Fotografie. Mangels Gelegenheiten, Budget und Zeit. Ich bereitete mich auf meine Karriere in Werbung und Marketing vor, die ich 1990 bei einer großen Werbeagentur in Düsseldorf begann und dann mit Stationen im Marketing und Management bei Renault, Volkswagen, Intel, McDonald’s und Walgreens Boots Alliance in London fortsetzte. Sowohl im Studium als auch im Beruf halfen mir meine Kenntnisse der Bildgestaltung, Technik und das Wissen über Licht und Farben.

Seinerzeit schon prägten mich fotografisch Ernst Haas und Thomas Hoepker. Um Hoepker kam man ohnehin nicht herum, weil er in New York für das Magazin Stern tätig war und einige Zeit auch als Präsident bei der Agentur Magnum Photos. Vor allem durch seine Tätigkeit Ende der 1980er Jahre als Art Director beim Stern in Hamburg nahm er Einfluss auf die Ästhetik und allgemeine Wahrnehmung von Fotoreportagen.

Als ich dann für meinen Arbeitgeber nach New York in das Headquarter unserer Agentur wechseln konnte, erwachte die Leidenschaft für das Fotografieren neu.

Just zu dieser Zeit arbeitete Horst Hamann aus meiner Heimat Mannheim an dem berühmten Buch „New York Vertical“ das zu einem der meistverkauften Fotobücher überhaupt gehört. Wir trafen uns zuletzt im September 2023 bei der Vernissage in seiner neuen Galerie im Mannheimer Turley-Areal anlässlich der Veröffentlichung des Buchs „Mannheim Vertical“.

Während meiner Zeit in den USA lernte ich viel von meinen damaligen amerikanischen Idolen.

Unter anderem von Galen Rowell (der tragischerweise 2002 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam). Er war ausschlaggebend dafür, daß ich für einige Jahre von Canon zu Nikon umstieg. Richtig warm wurde ich leider mit der Marke nie – warum auch immer! Nicht zu vergessen: Robert Frank und Joel Meyerowitz. Alle drei gehörten bzw. gehören nach wie vor zu den besten ihres Fachs.

Aber auch Stephen Shore und besonders William Ecclestone, der als Wegbereiter der künstlerischen Farbfotografie gilt sowie Saul Leiter waren prägende Figuren – trotz, oder gerade wegen ihres sehr unterschiedlichen Stils. Saul begeistert durch seine abstrahierten Formen und innovativen Kompositionen, die von einer malerhaften Qualität sind und die aus der Arbeit der anderen Vertreter der New York School herausragen.

Mehr und mehr konzentrierte ich mich in den kommenden Jahren auf die Themen Reise und Porträts. Da sich hier auch Elemente der Street- und Landschaftsfotografie finden, fühle ich mich in diesen Genres nach wie vor zuhause.

Unter den Porträtfotografen hat mich vor allem Peter Lindbergh beindruckt. Jahrelang hatte ich Poster von seinen Ausstellungen in meiner Wohnung. Die ikonischen (schwarz/weiß) Bilder die er in den 90er Jahren für die britische und die US-Vogue fotografierte, waren prägend für die Zeit. Er war der erste, der Linda Evangelista, Naomi Campbell, Tatjana Patitz, Cindy Crawford und Christy Turlington für ein Shooting zusammenbrachte und mit seinem aufsehenerregenden Titelbild in der britischen Vogue im Januar 1990 das Supermodel-Phänomen etablierte. Im gleichen Genre ist auch Mario Testino unterwegs, der aber erst rund zehn Jahre später seinen kommerziellen Höhepunkt erreichte. Seine Porträts zeichnen sich vielfach durch Dynamik, Unbeschwertheit und Natürlichkeit aus.

Ich habe viel Zeit in London verbracht und die Stadt hat mich unheimlich geprägt. Ein Mekka für Street- und Architektur-Fotografie. Erst spät entdeckte ich in dem Kontext René Burri, den Schweizer Magnum Fotografen. Seine Fotos (meist s/w) sind stilbildend und bestechen durch ihre grafische Komposition, den Umgang mit Licht und Schatten, mit Schärfe und Unschärfe sowie der gezielten Gestaltung von Vorder- und Hintergrund.

Da ich mich auch sehr für Technik interessierte habe ich in der Digitalfotografie viel ausprobiert. Ab 2002 mit einer Casio! Über Umwege (Panasonic, Olympus, Fuji, Sony, Nikon) landete ich schließlich wieder bei Canon und später bei Leica. Beide – aus meiner Sicht - die spannensten Unternehmen in der Branche. Warum? Canon für seine Marktführerschaft mit allen entsprechenden Vorteilen (Verfügbarkeit, Auswahl, Kompatibilität etc.) und Leica für seine unglaubliche Qualität und nachhaltige Produktphilosophie. Leica steht für mich vor allem für den Einsatz rund um die Kultur des Bildes. Neben Andreas Kaufmann (inzwischen Aufsichtsratsvorsitzender der Leica Camera AG), der die Marke seit über 15 Jahren prägt, schätze ich seine Frau Karin Rehn-Kaufmann die heute als Art Director & Chief Representative Leica Galleries International fungiert und die insgesamt 21 Leica Galerien weltweit leitet. Besonders verbunden bin ich mit dem Leica Store Nürnberg, wo Jan Dittmer und sein Team sowie der langjährige Store Manager Sebastian Scholz (jetzt in Wetzlar) viel Herzblut in Fotografie und die Marke Leica stecken.

Durch meine vielfältigen beruflichen Stationen und privaten Reisen habe ich ein umfassendes Portfolio aufgebaut. Meine geographischen Schwerpunkte liegen dabei auf: New York, London, Berlin, Bukarest, München sowie Kuba, USA (Ost- und West), Tunesien, Costa Rica und Panama.

In Nürnberg habe ich Robin Disselkamp kennengelernt (kommt eigentlich aus dem Ruhrgebiet), der für mich einen besonders persönlichen Stil in der Porträtfotografie verkörpert. Seine besonderen Workshops sind im besten Sinne „speziell“. Zitat von einem Teilnehmer: „Wenn ich nicht beim Workshop gewesen wäre und diese Ergebnisse gesehen hätte, hätte ich mir in den Arsch gebissen!“

Mein Neustart in die anspruchsvolle (Reise-)Fotografie machte ich dann von technischer Seite endgültig in 2014 mit einer Canon 6D. Als Inspiration und „kick-off“ diente eine Kuba-Reise mit dem Fotojournalisten Tobias Hauser. Wir haben einen ähnlichen Fotostil und harmonieren deshalb perfekt. Die neue Kamera war Ansporn und Messlatte für mich: es gab keine Ausreden für nicht gelungene Fotos.

Von Tobias und vor allem auch von Steve McCurry, habe ich viel gelernt. Zuletzt konnte ich Steve vor kurzer Zeit wieder im Leica Store in München zu seiner kleinen Ausstellung treffen. Seine herausragenden Fotos bestechen durch die Elemente: Farbe, Licht, Komposition, Mensch und Situation.

Im Jahr 2024 war ich wieder mit Tobias Hauser unterwegs. Dieses mal in Costa Rica und Panama. Auch hier entstanden wieder wunderbare Fotos mit ganz eigenem Charakter.